Dienstag, 24. November 2015

Tarot Kartenlegen einst und jetzt

Wenn man sich die einzelnen Tarotkarten einmal genauer anschaut und auf sich wirken lässt, dann wird klar, um welche Fragen es sich in früheren Zeiten gehandelt haben muss. Wie etwa:

“Muss ich mich vor jemandem hüten? Mir graust es in letzter Zeit immer so.“

Die Antworten der Kartenleger lauteten entsprechend zeitgemäß, wie z.B.:

»Mitnichten, denn ein Mönch wird deinen Weg kreuzen.«

Oder: “Werde ich einen guten Ehemann finden?“

»Ein Galan wird um dich werben, aber ein falsches Spiel treiben.«

Aber auch: “Heirate ich in eine gute Familie ein, wie wird es mir da ergehen?“

»Hüte dich vor einer Intrigantin, sie kann dir dein Leben vergällen.« usw.

Das Leben war Anno Dazumal wesentlich überschaubarer als heute, Wünsche und Ängste waren den entsprechenden Ständen sehr gut zuordenbar. Doch mit derlei Antworten käme man als Kartenlegerin heutzutage nicht mehr weit und doch haben sich die Symboliken der Tarotkarten nicht der Neuzeit angepasst. Das sähe sicher lustig aus, statt das As der Münzen einen Bankschalter abgebildet zu sehen, statt des Hierophanten einen Lehrer mit einem Stück Kreide vor der Schultafel oder statt die 6 der Münzen das Logo der ARGE, usw. Das würde dem Zauber des Tarot doch sehr viel Abbruch tun. Das bedeutet, Karten deuten ist nicht das einzige, was es sich anzueignen gilt, man muss die Symboliken der heutigen Zeit angleichen.

Was mich dazu brachte diesen Artikel zu schreiben war eine Dame, die heute mit dieser Litanei von Fragen an mich herangetreten ist:

“ Wie gehts bei mir beruflich weiter, was denkt sich eigentlich die Chefin, die mich betreut, was denken all die Leute in dieser Firma über mich und wohin soll das denn alles noch führen?“

Das ganze schrill und schnell gesprochen. Da würde eine Kartenlegerin von vor 200 Jahren
die Flucht ergreifen. Das war aber auch ein Schock für meine hochfeinen Sinne. Ich müsste also herausbekommen, was die Dame von Beruf ist, welches Verhältnis die Chefin zu ihr und umgekehrt hat, dann einen Querschnitt durchs Personal machen (wobei ich keine Ahnung habe, um wie viele Leute es sich dabei eigentlich handelt), und schließlich schauen, wohin das Ganze führt. Und das innerhalb von kürzester Zeit. Ich bat sie ihr Thema doch ein wenig zu konkretisieren, denn wenn ich keine Chance bekomme zu erfassen, was ihre persönliche Motivation ist, dann ist das ein Beratungsblindflug, zumal diese Art von Revolverfragen aufbauenden Charakter haben (sollten).

Schließlich kam dann doch noch ein vernünftiges Gespräch zustande, in dem sich zeigte, dass die Firma einer Insolvenz entgegensteuert, sie mit der Chefin schon immer Querelen hatte, ich checken sollte, auf wen die Belegschaft hielt (absoluter Kindergarten) und last but not least alles, was mit einem zukünftigen Job zu tun hat. Anhand ihrer ursprünglich hin gepfefferten Fragen, hätte die Zukunft der Kundin ziemlich düster ausgesehen, wenn ich kalt gedeutet hätte, denn es kommt auf Engagement und Know how an, um zeitnah einen geeigneten Job zu finden, was wenig bis gar nichts mit Spiritualität im eigentlichen Sinne zu tun hat, sondern lediglich mit Pragmatismus. So konnte ich ihr viele Hinweise und Tipps mit auf den Weg geben, die bei reiner Kartendeutung sonst sicher nicht zur Sprache gekommen wären. Dankbar und erleichtert, auch emotional sehr viel ruhiger, verabschiedeten wir uns.

Ihr seht also, es lohnt sich konkrete Fragen zu stellen, denn sonst kann es passieren, dass man solch eine Orakel Antwort bekommt:

 “Magier und Teufel sprechen von geheimnisvollen Kräften, die am wirken sind. Dein Meister wird dir das Leben sehr schwer machen, so dass du bald nicht mehr in Lohn und Brot sein wirst.“
Die einzelnen Tarot Elemente einst und jetzt: 

Stäbe einst= Handwerker und Bauern, Leibeigene, Fronarbeiter

Stäbe jetzt= Das Handwerk schlechthin, aber auch alle Angehörigen (Selbstständigen) in Berufen zupackenden Charakters 

Kelche einst= Der Klerus, Künstler, Zugehörige des fahrenden Volkes

Kelche jetzt= Therapeuten und Seelsorger, Künstler 

Schwerter einst= Der Adel, das Rittertum, Söldner, Büttel, Quaksalber

Schwerter jetzt= Mediziner, Polizisten, Soldaten, Zugehörige der Rechtsprechung 

Münzen einst= Kaufleute, Schatzmeister, Geldverleiher

Münzen jetzt= Händler, Kaufmänner und Frauen, Zugehörige des Finanzsystems

Die Berufe sind die gleichen geblieben, nur die Bezeichnungen haben sich geändert und der soziale Status.





Mittwoch, 4. November 2015

Gibt es zu viele Menschen auf der Welt?

Darauf kann weder die Politik, noch der Klerus, noch die Wirtschaft (die Wirtschaft gleich gar nicht), noch Otto Normalverbraucher antworten, sondern nur die reine Logik. Es gälte zu ermitteln, wie viele Menschen die Erde verkraften kann, um ihre Ressourcen stabil zu halten, bzw. erneuern zu können. Und da der Mensch dazu neigt sich zu VER- rechnen, müsste aus dem ER- rechneten ein gesundes Mittelmaß ermittelt werden und zwar von Menschen, die PRO- Planet auftreten. Bei unserer eigenen Art versagt der Realitätssinn komischerweise. Geht es aber darum irgendwo einen Tierbestand zu regeln, dann geht alles ganz schnell, denn es gilt ja ein Gleichgewicht (aus menschlicher Sicht) wieder herzustellen. 


Könnten wir diese erstaunlich präzise und vor allem kalte Sichtweise bei uns selbst anwenden, dann gäbe es viele Probleme gar nicht. Weniger bis keine Kriege, keine Nahrungsmittelknappheit und weniger Krankheiten. Hier zeigt sich der Mensch von seiner skrupellosesten und aggressivsten Form, denn die Ellenbogen Elite arbeitet bewusst gegen eine gesunde Welt. Der Grund Gier. Milliarden von Menschen lassen sich von dieser Machtelite gleich Marionetten manipulieren.Und warum? Weil wenn sich dagegen aufgelehnt würde, sich die gleiche Struktur wieder herausbilden würde, so, als wenn es eine entsprechende Programmierung gibt. 

Dabei ist es lediglich das Gesetz des Stärkeren, dass hier zum Tragen kommt, wenn man so will ein Naturgesetz. Da aber nur der Stärkste mit Rücksichtslosigkeit zum Ziel kommt, wird viel zu spät bemerkt, dass die Dinge für diejenigen, die dem Stärksten den Weg geebnet haben, alles aus dem Ruder zu laufen beginnt. Ein ewiger und verhängnisvoller Kreislauf. Esoteriker auf der ganzen Welt glauben an ein Zeitalter mit einem ganz neuen Bewusstsein. In meinen Augen ist das naiv, denn das würde bedeuten, dass es die urmenschlichste Eigenschaft, die Gier, nicht mehr geben wird. 


In unzähligen Geschichten (Bücher, Filme etc.), wird sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, aber immer mit dem gleichen Ergebnis, dass der Mensch sich nicht ändern wird. Sinnlos, sich etwas vorzumachen. Ich bin kein religiöser Mensch, dennoch drängt sich mir eine biblische Analogie des alten Testaments vom Turm zu Babel auf, erstaunlich, ganz besonders der finale Aspekt... 



Montag, 12. Oktober 2015

Feindbild Eltern

In meiner Eigenschaft als Lebensberater finde ich mich oft im Kleinkrieg zwischen Erziehungsberechtigten und Teenagern als eine Art Parlamentär wieder. Ich genieße daher nahezu unverfälschte Einblicke. Die Unverschämtheiten so mancher junger Zeitgenossen macht mich regelmäßig sprachlos, denn ungeniert zeigen sie mit dem Finger auf ihre Eltern, als Schuldige, wenn sie in irgendeinem Bereich versagen. Leider leben wir in einer Gesellschaft staatlich vorgegebener Pädagogik, sodass sich viele, vornehmlich Alleinerziehende, mit dieser Thematik alleingelassen und überfordert fühlen. Zum Teil aus Scham oder aus Erschöpfung will man die zweifelhaften Hilfen der Jugendämter nicht in Anspruch nehmen. Beispiele meiner jüngsten Fälle, in denen Heranwachsende oft von getrennt lebenden Eltern instrumentalisiert werden: 

Ich war mehrmals beim Jugendamt deswegen, aber die beharren auf Gesprächen mit beiden Elternteilen und ich lebe zur Zeit in Trennung, das würde ein Desaster werden. Stillstand, mein Exmann weigert sich, er genießt meine Ohnmacht.

Ja, seit der 13 ist gibt es regelmäßige Gespräche mit wechselnden Sozialarbeitern, aber echte Hilfe bekommt man hier nicht geboten. Alle Familienmitglieder leiden unter dem Tyrannen (inzwischen 16), besonders unsere Jüngsten. Der lacht sich schlapp über die Farce und ich inzwischen auch, aber das ist der reinste Galgenhumor.

Das wollen die doch gar nicht hören, immer wenn meine Tochter von ihren Vater kommt, hab ich hier die Hölle zuhause. Mir glaubt doch keiner mehr, die behandelt mich als ihre Mutter wie Dreck. Ich will nur noch dass es aufhört.

Ich habe schwere Depressionen, ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte mit meinem 15 jährigen Sohn. Der klaut, schwänzt die Schule, qualmt und säuft. Er macht mich vor allen anderen, die das Gespräch mit ihm suchen, verantwortlich, stellt mich als Rabenmutter hin, dabei hat er von mir alles bekommen. Ich will nicht mehr, ich bin so müde.

Ich möchte, dass meine Tochter, sie ist jetzt 16, ins betreute Wohnen kommt. Sie ist bulimisch, ritzt sich, hockt den ganzen Tag und die halbe Nacht vor ihrem Laptop und reagiert auf jede Bitte oder Ermahnung entweder gleichgültig, aber auch unverschämt, meist jedoch aggressiv. Sie war schon immer sehr schwierig, sie hat keine Freunde, eigentlich will niemand wirklich was mit ihr zu tun haben. Von ihr geht etwas sehr negatives aus. Sie hat mich regelrecht ausgelaugt, ich bin krank geworden und an ihr prallt alles ab und das unglaublichste ist, sie hat damit Erfolg. Keiner hilft mir , was soll ich bloß tun? Ich will sie nur noch raus haben.
Eigentlich lief alles gut, bis zu seinem 13. Lebensjahr, als er die Schule wechseln musste, wegen unserem Umzug. Mein Mann und ich haben uns getrennt. Er hat eine Neue, tja, was sollte ich machen? Seit 4 Jahren nun, muss ich nun büßen für diesen Entschluss, mein Sohn überhäuft mich täglich mit niemals endenden Vorwürfen, es ist die Hölle, nichts kann ich ihm recht machen. Neulich hat er mich sogar tätlich angegriffen, danach hat er in einem Wutanfall sein Zimmer verwüstet, ich habe so Angst vor ihm. Dabei war mein Exmann doch nie für ihn da, das war ja immer ich. Ich verstehe das alles nicht.

Ich könnte mit vielen dieser Beispiele Bücher füllen. Sie ähneln sich, sind aber doch jedes mal auf eine andere Weise schockierend.

Die steigenden Zahlen der Jugendkriminalität sind alarmierend, jedoch wird im Ansatz nicht wirklich etwas dagegen unternommen, im Gegenteil, denn jugendliche Straftäter werden gekopftätschelt, allzu vieles wird als Bagatelle abgetan. Dabei beginnt alles direkt vor unseren Augen. Aber die Gesellschaft ist offenbar blind geworden. Die Devise lautet “antiautoritäre Erziehung“. Wer keine kriminelle Ader hat, geht mit jener Nullbockeinstellung ins Leben hinaus, die direkt bis vor die Tore des Arbeitsamtes führt. Die Zahl derer, die gerüstet sind für eine allseitig annehmbare Zukunft, nimmt immer mehr ab.



Denn leider macht es Schule, dass Teenager skrupellos mit allem durchkommen, sie brauchen es bloß auf die Pubertät zu schieben, und schon hagelt es von allen Seiten Verständnis. Nur auf die erschöpften Eltern, das sind die mit dem verkrampften Lächeln und dem stumpfen Blick, schaut keiner. Was für ein Preis für einen Kinderwunsch. Ich bin der Auffassung, dass auch ein körperlicher Ausnahmezustand wie die Pubertät moralisches Empfinden nicht komplett außer Kraft setzen kann, wenn denn vorhanden, alles hat seine Grenzen. Dies sehe ich auch als Grund, warum sich immer mehr Paare gegen ein Kind entscheiden. Eine sehr besorgniserregende Entwicklung nimmt hier ihren Lauf, die ohne empathisch geschulte (echte) Hilfen nicht aufzuhalten ist.  




Freitag, 28. August 2015

Wählen oder nicht wählen?

Diese Frage stellen sich sicherlich viele, angesichts der aktuellen politischen Lage. Ich kann nur für mich sprechen, als bekennende Nichtwählerin. Dass ich einem Politiker, bzw. einer Partei meine Stimme geben soll, deren nebulöses Konzept ich als kleiner Bürger zu leben habe, ohne auch nur den Hauch eines zukünftigen Mitspracherechts oder der Möglichkeit eines Vetos, wiederstrebt mir in höchstem Maße.


Und doch muss ich es leben, ob mit oder ohne Zustimmung, das allein gibt mir zu denken, so ist die Enthaltung meiner Stimme meine Art von Protest. Aber warum ist das so? Mir geht das seit jahrtausende währende immer gleiche Gefüge der Macht, aufgrund meines Weltbildes und meiner Kenntnisse über die menschliche Natur, gewaltig auf den Zeiger. Ich sehe jetzt schon die Stirnrunzler und Backenplusterer vor mir. Dabei braucht man doch nur einmal intensiv nachzudenken. Ich persönlich glaube, wenn alles in den Urgrund des Chaos zurück fiele, dann wäre es möglich, eine neue Weltordnung zu bilden und zwar eine solche, die man nicht so ohne weiteres kreieren kann.

Tiere im Fokus der Spiritualität oder die Doppelmoral der Esoterik

Mächte und Machthaber, die logischerweise eine Lobby haben, bekommen sie von im dunkeln bleibenden Gruppierungen. Sie werden ganz nach oben gepusht, um dubiose Interessen zu vertreten. Bei Politikern rund um den Globus, sind es die Machthaber der Wirtschaft, natürlich fallen in diesen Bereich auch alle Verschwörungstheorien, die für mich schon lange keine mehr sind. Es ist völlig egal, ob eine kleine Partei gewählt wird, die noch relativ unbekannt ist und die gaaaaanz große Versprechungen macht und hohe Ideale hat, denn die großen Parteien haben auch mal klein angefangen und sie alle folgen der gleichen Strategie der Macht, immer und immer wieder. 

Professoren erklären, warum Menschen nicht wählen gehen

Ein ewiger Kreislauf, dabei gilt immer ein und dasselbe Prinzip → die Menschen, die heute wählen gehen, heben die Machthaber von morgen auf den Thron, weil sie glauben wollen. Das war noch nie anders. Macht geht generell einher mit Größenwahn und zu allen Zeiten war und ist ein Einzelner mit zu viel Macht überfordert, da brauch ich gar nicht weit zu schauen.

Erst wenn die Leute begriffen haben, dass Macht allzu verlockend ist und für einen Einzelnen eine zu große Bürde darstellt, dann denke ich, ergäbe sich für alle Menschen weltweit eine Wende zum Besseren. Ja, ich weiß, es wären Umwälzungen nötig, die das ganze Weltwirtschaftsgefüge ins Wanken brächten. Gier ist eine allzu gegenwärtige menschliche Eigenschaft. Menschen, die nach Macht und den damit einhergehenden Reichtümern gieren, werden logischerweise ihre Ellenbogen einsetzen, um diese auch zu bekommen. Das sind keine allzu guten Voraussetzungen für zukünftiges, tiefer gehendes soziales Engagement. Die mitlaufende gierige Meute, die den Weg für ihre Galionsfigur ebnet, eingeschlossen (der Wahlkreis z.B.). Dafür gibt es in der Geschichte zig Beispiele.


Warum sollte ein Politiker, der ein hohes Amt bekleidet, sich für die Sorgen und Nöte der kleinen Leute interessieren? Für die kleinen Leute ist der Politiker so unerreichbar, dass er auch auf dem Mars sitzen könnte. Die kleinen Leute schimpfen auf diesen egoistischen Emporkömmling ganz fürchterlich, weil der Politiker, statt für den Bau von Kitas Gelder zu bewilligen, lieber in der Weltgeschichte herumreist. Und dabei vergessen die kleinen Leute aber, dass sie selbst es waren, die dem Politiker das ermöglicht haben, denn sie haben diesen Politiker gewählt.

Samstag, 15. August 2015

Kartenleger Highlight

Oder so...
Es gibt gute und weniger gute Tage in meinem Job als professionelle Kartenlegerin. Heute war definitiv ein weniger guter Tag. Da Egoismus nicht zu meinen herausragenden Eigenschaften gehört, werde ich dieses Kartenleger Highlight teilen.

Ich weiß nicht was ich will.

Ab und zu einmal werde ich damit in dem einen oder anderen Zusammenhang konfrontiert. Aber heute sagte mir eine Kundin, dass sie nicht weiß, was sie will und zwar in allen Lebensbereichen. Nicht auf hilflose Art, sondern auf die zickige Tour. Das ist keine Grundlage für nur irgendetwas. Ich habe das Gespräch abbrechen müssen, letzten Endes, nicht nur wegen der Gereiztheit der Kundin, sondern auch wegen ihrer haushohen Erwartungen und einem ganzen Bollwerk falsch gezogener Schlüsse in ihrem Leben. 

Hätte ich mich hinreißen lassen, hier zu agieren, dann wäre das eine Suggestion gewesen, denn wenn sie nicht weiß, was sie will, dann bedeutet das, dass ich ihr sagen soll, was sie zu wollen hat. Das aber ist die Domäne so mancher Religion, und hat nichts mit natürlicher Spiritualität zu tun. Ich sagte zu ihr: 

“Ich kann jedem helfen, der weiß was er will. Wer nicht weiß, was er will, dem kann der beste Hellseher der Welt nicht helfen.“ 

Diesen tieferen Sinn verstand sie natürlich nicht, denn sie sagte daraufhin gallig:“ Doch, das kann er.“ Glückwunsch, dachte ich, da weißt du doch schon immerhin jetzt was du willst. Nämlich dieses “Goldstück“ von Hellseher finden. 


Vor ein paar Tagen sagte mir eine andere Kundin, dass sie in einer ausweglosen Situation sei, alles ist sinnlos und alle anderen wären Schuld. Außerdem weiß sie sowieso nicht was sie will. Ich sagte ihr so etwas ähnliches wie zur aktuellen Kundin, daraufhin meinte sie mit sich überschlagender Stimme, dass es meine verdammte Pflicht wäre, ihr zu sagen wo es lang geht...

Mannomann.

Freitag, 31. Juli 2015

Cecil

Die Jagd auf Löwen Pro und Contra?

Da gibt’s kein Pro, weil...

Das Jagdfieber gehört zu den niederen Trieben. Unfassbar, dass es Verteidiger für die Jagd im Allgemeinen gibt. Menschen, die sich an Qual und Todesangst, sowie am Töten selbst berauschen, sind auf fatale Weise gefühlsarm. Wer an so etwas Archaischem Gefallen findet, hat ein Entwicklungsdefizit und ist auch in allen anderen Belangen rückständig und weit jenseits jeglicher Balance. Analog zu vielen anderen Dingen, die in früheren Zeiten als „normal“ galten, finden sich im 21. Jahrhundert immer noch zahlreiche Domänen, die dem hochentwickelten Menschen ein Kopfschütteln entlocken.

Und da sich die Jagd, genau wie in früheren Jahrhunderten, nur der besser Verdienende leisten kann, zeigt das die abschaumhafte Dekadenz der vermeintlich höher Gestellten als etwas, was unsere Gesellschaft achtlos von Epoche zu Epoche mitschleppt. Dabei werden eher nur schlappe und müde Bemühungen unternommen, hinsichtlich der Bewältigung. Und warum? Weil dem hoch studierten System das wichtigste fehlt, Empathie.

Siehe der jüngste Fall um den Löwen Cecil, den dieser unterbelichtete US Zahnarzt abgeschlachtet hat, hier findest du mehr Informationen über diesen traurigen Fall → Link

Anhand meiner emotionalen und kognitiven empathischen Begabung, weiß ich leider was jagende Menschen empfinden, deshalb kann ich in die tiefen Abgründe der Seelen solcher Subjekte schauen. Ich weiß, dass erst Ruhe einkehren wird, wenn alles jagdbare Wild ausgerottet sein wird. Das liegt auf der Hand, denn die Machthaber des schwarzen Kontinents werden aus dem Vollen schöpfen, so lange es eben geht. Dann werden gezüchtete Tiere vor die Flinten, Bögen und Lanzen getrieben und das Leid wird auf diese Weise weitergehen.

Das Gute wird hier nichts ausrichten können, es braucht etwas anderes Böses, um dieses Böse zu bekämpfen. Aber die Zeit läuft den Wildtieren davon. 

Für mich ist die Vorstellung abstoßend und undenkbar, in einem Haus zu leben, in denen tote Tierköpfe an der Wand hängen, ausgestopfte Tiere herumstehen und Felle von Tieren herumliegen. Sich in solche Menschen hineinzuversetzen verursacht mir akuten Brechreiz. Wenn die Gerichtsbarkeit doch nur ebensolche Einbicke haben könnte...


Donnerstag, 16. Juli 2015

Für Post, DHL und Hermes auf Abruf...



Ich wohne im 4. Stock, ohne Fahrstuhl und dafür werde ich regelmäßig bestraft, nämlich immer dann, wenn ich ein Paket in Empfang nehme. Dann plagt mich das schlechte Gewissen. Gerade heute erntete ich von der Postfrau einen bitterbösen und vorwurfsvollen Blick, weil sie offenbar ein Problem damit hatte, mein Paket an der Wohnungstür abzuliefern. 

Als ich sie damit konfrontierte, wurde sie aggressiv. Ich solle mir doch mal vorstellen, wie das ist, immer in der Hitze unterwegs zu sein. Das kann ich, denn ich hatte vor meiner Selbständigkeit Jobs, bei denen ich hinter der Theke ausharren musste, bei konstanten 40 Grad im Sommer und ich musste immer dabei lächeln. Auch habe ich schon, bei Extremtemperaturen, geholfen Pferdekoppeln instand zu halten, riesengroße Koppeln.

Dann, sagte sie, hätte ich ihr doch entgegen kommen können. Das wäre kein Spaß, bei der Hitze ständig so viele Treppen steigen zu müssen. Auch das habe ich selbst erlebt, denn ich habe meine Arbeitslosenzeiten u.a. mit Pizza ausliefern überbrückt und musste ständig viele Treppen hoch und runter rennen. Aber Paketboten meckern ja sommers wie winters. Ich wäre nie auf die Idee gekommen meinen Unmut (oder sollte ich lieber sagen Faulheit?) an meinen Kunden auszulassen oder sie zu fragen, ob sie mir entgegen kommen können...Unvorstellbar. Aber egal ob Post, DHL oder Hermes, es ist jedes mal das gleiche. Bitterböse Blicke, kein Hallo und kein guten Tag. Weder Danke noch Bitte. Die machen alle den gleichen „Gestressten“, so, als gehörten sie zu einer misshandelten Berufsgruppe. Ich habe schon ein richtig schlechtes Gefühl, wenn ich mir was bestellen will und dabei gehöre ich nun wirklich nicht zu den Dauerbestellern. 

Als Kunde fühle ich mich von diesen Diensten regelrecht gemobbt, man muss ja schon froh sein, wenn das Paket überhaupt bis zur Wohnungstür gelangt. Sehr oft finde ich einen Abholzettel im Briefkasten, obwohl ich zuhause war. Beschwerden nützen hier gar nichts, denn statt besser, wird es immer schlimmer. Poststreik? Für bessere Bedingungen? Für mehr Geld? Wofür? Ich, als Privatperson sehe es überhaupt nicht ein für Post, DHL oder Hermes auf Abruf zu stehen, mit welchem Recht? Was kommt als nächstes? Den Bus selber lenken, bloß weil der Fahrer sich überfordert fühlt? Straßenbahn selber fahren, weil der Fahrer mal schnell ne Pause braucht? Usw. Deutschland, quo vadis?
Hermes Beschwerden

Das Net ist voll davon. Seufz.